Leitbild

In einem sich stetig wandelnden und zunehmend globalisierten Umfeld besteht die Aufgabe einer Schule darin, die Schüler bestmöglich auf ihre zukünftigen Herausforderungen und Aufgaben vorzubereiten. Dies gewährleistet die Schule am Schloss durch eine ganzheitliche und individualisierte Ausbildung. Indem die individuellen Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, aber auch die  persönlichen Herausforderungen und Potenziale jedes einzelnen Schülers aufgegriffen werden, wird ein verlässliches Fundament vermittelt und ein individuelles ergänzendes Profil gebildet.

 

Als grundlegende Rahmenbedingung unseres Zusammenwirkens an der Schule am Schloss sehen wir folgende Prinzipien:

 

Wir als die Gemeinschaft der Schule am Schloss wollen ein tolerantes und wertschätzendes Miteinander aller Kinder, Heranwachsenden und Erwachsenen.

Wir wollen als Gemeinschaft insbesondere unsere Schüler befähigen und darüber hinaus uns alle darin unterstützen, kritisch zu denken und so Verantwortung für sich selbst, für andere und für ihre Umwelt zu übernehmen.

Wir wollen die Maxime der Gewaltfreiheit in unserem Leben und Handeln an der Schule am Schloss und darüber hinaus etablieren und praktizieren.

Wir wollen einen demokratischen Umgang und eine Partizipation aller am Schulleben beteiligten Akteure fördern und umsetzen.  

Offenheit für Impulse interner und externer Art ermöglicht es der Schule am Schloss und allen an ihrer Aufgabe Beteiligten, den Chancen und Herausforderungen der sich stetig verändernden pluralistischen Gesellschaft zu begegnen.

 

 

 

Präambel

Die junge und dynamische Gesamtschule begann im Schuljahr 2019/2020 mit drei 7. Klassen mit jeweils 28 Schülern. Kontinuierliches Wachstum der Schule, welches im Schulentwicklungsplan prognostiziert wurde, sieht eine kapazitäre Auslastung von bis zu sechs Zügen in der Sekundarstufe I vor und einer beginnenden gymnasialen Oberstufe im Schuljahr 2024/2025, die final drei Züge haben soll. Das Einzugsgebiet der Schule erstreckt sich über weite Teile des Nordens von Potsdam: Bornstedt, Bornim, Fahrland, Neu Fahrland, Groß Glienicke, Eiche und Golm. In den ersten Jahren erstreckt sich das Einzugsgebiet noch in unmittelbarer Nähe der Leonardo da Vinci Gesamtschule, was sich aber durch den entstehenden Neubau in der Pappelallee/Reiherweg entzerren wird. Die Identifikation der Schüler und Eltern mit der Schule am Schloss wird sich kontinuierlich entwickeln. Dies wird unter anderem durch die gelebten Kooperationen der Schule am Schloss ermöglicht werden, die sich je nach Interessenlage der zukünftigen Schüler und den Schwerpunktsetzungen der Lehrer dynamisch entwickeln wird. Darüber hinaus trägt der außerunterrichtliche Kontakt zu den Lehrern in den Angeboten des vollgebundenen Ganztages dazu bei, dass die Beziehung zu den Schülern gestärkt wird. Eine mögliche Profilbildung wird von dieser Entwicklung abhängig gemacht.

Umsetzung des Rahmenlehrplans

Die Schule am Schloss Potsdam ist dazu verpflichtet, alle Unterrichtsfächer hinsichtlich der im Land Brandenburg geltenden Rahmenlehrpläne umzusetzen. Jedes Unterrichtsfach verfügt hierbei über einen beschlossenen schulinternen Rahmenlehrplan, der eine Einheitlichkeit hinsichtlich der Unterrichtsthemen, der Leistungsbewertung, der eingesetzten Lehrbücher absichert, jedoch den pädagogischen Freiraum einer jeden Lehrkraft weiterhin gewährt. Die Lehrkräfte der Schule am Schloss Potsdam stehen im Laufe eines Schuljahres in einem regen und kollegialen Austausch hinsichtlich ihrer Unterrichtsplanung. 

 

Struktur des Schulalltags

Durch das Fundament wird gewährleistet, dass jeder Schüler der Schule am Schloss die grundlegende Schulausbildung erhält, die ihn dazu befähigt, die vielseitigen Bildungswege zu meistern. Um eine Chancengleichheit zu gewährleisten, muss auf dem Gleichen aufgebaut werden, um darauf basierend auch andere Interessen auszubilden. Das Profil ist unterrichtsnah und weist einen Lebensweltbezug für die Schüler auf. Mit dem aus dem Unterricht erworbenen Wissen und ausgebildeten Fähigkeiten soll sich weitergehend auseinandergesetzt werden, um dieses in eine praktische Anwendung übersetzen zu können. Das Profil bildet damit einen Kontrastpunkt zu einem rein zielgerichteten Lernen im Klassenverband und zu einer punktuellen Bewertung: Vielmehr ermöglicht und fördert das Profil eine anwendungsorientierte, fächerübergreifende und individuell zu gestaltende Auseinandersetzung mit dem Gelernten. Als Konsequenz ist das Profil in Interessengruppen - nicht im Klassenverband - organisiert und erfolgt bewusst ohne eine Benotung. Es werden Themen aufgegriffen und behandelt, die in der Form der “klassischen” Unterrichtsfächer nicht ausreichend berücksichtigt werden oder vertieft werden können. Das Fundament und das Profil sind als sich ergänzende Elemente zu sehen - das eine greift auf das andere zurück, erweitert aber auch Fähigkeiten für das jeweilige andere. Jedes Profil hat vergleichbare Ziele, welche immer einen Rückbezug zu der Schule am Schloss haben. Das Teamprojekt ermöglicht eine weitere Ausgestaltung der individuellen Interessen der Schüler. Im Team sollen mit gleichen Interessen gemeinsam Ziele erreicht werden, die weder an Klassen noch an Jahrgänge gebunden sind. Die Beteiligung von Eltern und anderen nicht schulischen Beteiligten ist ausdrücklich erwünscht, um den Schülern so früh wie möglich die außerschulischen Lernorte und Inhalte zugänglich und erfahrbar zu machen. Um die ganzheitliche individualisierte Bildung weiter in der Schule am Schloss zu forcieren ist die Vertiefung des Gelernten in den Unterrichtsstunden immer möglich in der Stunde+ . Insbesondere in den Hauptfächern (Mathe, Deutsch, Fremdsprachen) soll den Schülern die Möglichkeit gegeben werden, mithilfe eines Mitschülers und/oder dem Lehrer die Inhalte zu festigen, zu wiederholen, zu üben und zu erweitern. Die individuellen Lernzeiten des Schülers werden hierbei besonders berücksichtigt. Das Instrument des Klassenrates fördert das demokratische Miteinander und die Partizipation der Schüler untereinander. In dem kleinen Rahmen des Klassenverbandes sollen die Schüler erleben, wie demokratische Grundstrukturen funktionieren und sich so über selbstgewählte Themen, die sie selbst in ihrem Lernumfeld betreffen, entscheiden. Ein klar strukturierter Ablauf dieses Gremiums bildet ein unterstützendes Gerüst für die Diskussionen und die anstehenden Entscheidungsprozesse. Demokratie wird erlernt, erfahrbar und praktikabel.

Die Stundentafel des regulären Fächerkanons richtet sich nach den Vorgaben des brandenburgischen Schulgesetzes. Die Lernbereiche bzw. Fachkonferenzen diskutieren hierbei die sinnvolle Verteilung der einzelnen Stunden in den jeweiligen Doppeljahrgängen und geben eine Empfehlung an die Schulleitung, die dies, wenn es die schulorganisatorischen Gegebenheiten erlauben, versucht, umzusetzen. Der Wahlpflichtbereich der Schule am Schloss ist sprachlich geprägt. Die Schüler und Schülerinnen können hierbei als zweite Fremdsprache zwischen Spanisch, Französisch und Latein wählen. Ergänzt wird der Wahlpflichtbereich durch WAT und Informatik. Auch die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer spielen eine herausragende Rolle an der Schule am Schloss Potsdam und werden vermehrt in den Angeboten des Ganztags zusätzlich aufgegriffen. 

 

Wiederkehrende Elemente und Fahrtenkonzept 

Durch die gesamte Sekundarstufe I zieht sich die Methodenwoche in der Woche vor den Weihnachtsferien. Hierbei erlangen die Schüler und Schülerinnen fächerübergreifende Methodenkenntnisse. Ziel ist dabei, einheitliche Standards seitens der Durchführung und Anwendung verschiedenster Methoden einzuführen, um den Schülern den Umgang mit diesen zu erleichtern. Die Inhalte der Methodenwoche werden dabei hinsichtlich jahrgangsspezifischer Schwerpunkte ausgewählt. Im Jahrgang 7 stehen die grundlegenden Methoden der eigenen Lernorganisation im Mittelpunkt, im Jahrgang 8 die Methoden des Präsentierens, im Jahrgang 9 das Schreiben einer wissenschaftlichen Facharbeit und im Jahrgang 10 ist die Prüfungsvorbereitung für den mittleren Schulabschluss (MSA) als thematischer Schwerpunkt angedacht. 

Die Lesekompetenz ist ein Schlüssel zur Bildung, deshalb findet jährlich am dritten Freitag im November der bundesweite Vorlesetag bei uns in der Schule statt. Es ist uns ein großes Anliegen, mit einem gelungenen Vorlesetag die Lesemotivation unserer Schüler zu erhöhen und durch interessante Lesungen neue Anreize zum eigenen Lesen zu geben.

In den Jahrgängen 8 bis 13 findet zu Beginn eines jeden Schuljahres der sogenannte ‘Welcome-back-Tag’ statt, welcher das Ziel hat, nach den Sommerferien die Klassen- bzw. Kursgemeinschaft zu stärken. 

Jährlich wiederkehrend vor den Sommerferien ist für alle Schüler der Schule auch der Schloss-Tag, welcher zur Präsentation der Profilfächer dient und der Viva con agua-Spendenlauf. 

Die Schule am Schloss Potsdam verfolgt mit ihrem Schulfahrtenprogramm das Ziel, gemeinsam neue Erfahrungen und Erlebnisse zu sammeln, das Verständnis füreinander zu vertiefen und den Klassenzusammenhalt zu fördern. 

Die Fahrten verfolgen pädagogische und inhaltliche Ziele und stellen somit Unterricht an einem anderen Lernort dar. Sie dienen dazu, neben fachlichen Inhalten, auch die soziale, politische und kulturelle Entwicklung der Schüler zu fördern. Dabei sollen die Schüler mit zunehmendem Alter immer mehr in die inhaltliche Vorbereitung und Ausgestaltung der Fahrt bzw. Exkursion einbezogen und eigenverantwortlich eingebunden werden. 

Das Schulfahrtenprogramm der Schule am Schloss ist ein umfassendes Konzept, das die Fahrten im pädagogischen Kontext der Schule verortet und sie für unsere Schüler an ausgewählten Stellen ihrer Schullaufbahn einbindet. Kernelemente des Konzepts sind die Kennenlernfahrt zu Beginn der Schullaufbahn und die Welcome-back-Tage zu jedem neuen Schuljahr. Diese beiden Kernelemente erproben das soziale Lernen, heben den Klassenzusammenhalt hervor und fördern das Gemeinschaftsgefühl. In Planung sind weitere Tagesexkursionen, die häufig einen fächerübergreifenden Aspekt haben sollen. So lädt Potsdams Lage an der Havel zu einer historischen, stadtgeografischen und sportlichen Exkursion via Stand-Up-Paddling ein, eine außergewöhnliche Verbindung von Sport mit Geschichte und Geografie. Die gute Bahnanbindung nach Berlin lässt Raum für Exkursionen, die aktuelles Geschehen sowie Geschichte mit politischen Aspekten kombinieren. Denkbar ist hierbei ein Besuch des Bundestages sowie der sich direkt anschließenden Gebäude. Aber auch direkt vor Ort kann in Potsdam das Alfred-Wegener-Institut mit dem angeschlossenen Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung im Rahmen einer fächerverbindenden geografisch-biologischen Exkursion besucht werden. Somit sollen die Schüler Handlungsfähigkeit  für eine sich ändernde Umwelt erlangen. 

 

Übersicht Fahrtenkonzept:

  • 7. Jahrgang:

    • Kennenlernfahrt (Erlebnispädagogischer Schwerpunkt)

  • 8. Jahrgang

    • Welcome back-Tag (Teamevent ggf. Kletterpark)

    • “Unsere Klassenfahrt” (Klasse findet selbstständig das Reiseziel innerhalb Deutschlands)

  • 9. Jahrgang

    • Welcome back-Tag (Teamevent Wasser)

    • Sprachfahrten (nicht notwendigerweise Austausch), nicht verpflichtend 

      • Englisch

      • Spanisch

      • Französisch 

      • Latein 

  • 10. Jahrgang

    • Welcome back-Tag (Teamevent Crosslauf)

Grundsätze der Leistungsbewertung 

Die Grundsätze der Leistungsbewertung an der Schule am Schloss Potsdam sind angelehnt an den Verwaltungsvorschriften zur Leistungsbewertung in den Schulen des Landes Brandenburg (VV-Leistungsbewertung). In allen Unterrichtsfächern wird darauf Wert gelegt, dass verschiedenste Möglichkeiten der Entwicklungsbeobachtung und -dokumentation eingesetzt werden, um ein umfassendes, objektives Bild der Schüler und Schülerinnen zu gewährleisten. Die Leistungsbewertung der Fächer des gesellschaftswissenschaftlichen, sprachlichen und künstlerisch-musischen Kanons setzt sich aus mündlichen sowie schriftlichen Leistungsfeststellungen zusammen. Die Naturwissenschaften werden hierbei u.a. zusätzlich durch praktische Leistungsnachweise, wie beispielsweise Protokolle, ergänzt. Die Notengebung ist hierbei durch alle Lehrkräfte der Schule am Schloss Potsdam transparent für Schüler und Erziehungsberechtigte gestaltet. Eine Prämisse der Leistungsbewertung an der Schule am Schloss Potsdam ist die Einheitlichkeit. Alle Lernbereiche bzw. Fachkonferenzen haben hierbei einheitliche Richtlinien zur Bewertung  und der Dauer von Klassenarbeiten beschlossen. Eine qualitative Sicherung der Einhaltung der Bewertungsrichtlinien bei Klassenarbeiten erfolgt nach Korrektur durch die Evaluierung   durch die Schulleitung. Die Fachlehrer stehen permanent hinsichtlich Möglichkeiten der Feststellung schriftlicher und mündlicher Leistung im Austausch miteinander.

 

Differenzierung

Den Lehrenden an der Schule am Schloss Potsdam ist eine individuelle Förderung im Unterricht sowie im Schulleben besonders wichtig. Hierbei steht eine Förderung leistungsschwächerer als auch eine Förderung leistungsstärkerer Schüler im Mittelpunkt. Zu Beginn des zweiten Halbjahres der Jahrgangsstufe 7 erfolgt daher in den Fächern Mathematik und Englisch eine innere Differenzierung auf grundlegendem und erweiterten Niveau. In der Klassenstufe 8 wird eine äußere Differenzierung in Kurse für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch des erweiterten Niveaus und des grundlegenden Niveaus vorgenommen, um die Schülerinnen und Schüler gezielter fördern und fordern zu können. In der Jahrgangsstufe 9 werden die Fächer Chemie und Physik ebenfalls eine innere Differenzierung vorgenommen. Dahingehend erfolgt auch die Auswahl der Lehrmittel. So wird hierbei verstärkt mit differenzierten Materialien der Verlage gearbeitet und es erfolgt ein gezielter Einsatz digitaler Medien. 

In einer Ganztagsschule ist es laut VV Ganztag §9 (3) vorgesehen, dass es Pflichtstunden gibt, in denen die Schüler und Schülerinnen leistungsdifferenziert und möglichst selbstgesteuert lernen sollen. Ein Teil dieser Pflichtstunden wird in der Schule am Schloss Potsdam in der Sekundarstufe I als ‘Stunde+’ umgesetzt. Diese wird für die Fächer Mathematik, Deutsch, Englisch sowie für die zweiten Fremdsprachen angeboten. Ziel dieser Stunde+ ist das Erlernen des selbstständigen Arbeitens. In der Stunde+ festigen und vertiefen die Schüler und Schülerinnen zuvor vermittelte Lerninhalte. Gleichfalls erfolgt durch diese Struktur eine Förderung der Selbstkompetenz, da die Schüler und Schülerinnen eigenständig entscheiden, in welchen Fächern und an welchen Aufgaben sie arbeiten möchten. Die entsprechende Fachlehrkraft steht dabei unterstützend und beratend zur Seite. Die unterrichtenden Fachlehrer bereiten die Stunde+ inhaltlich vor. Dabei stehen verschiedene Aufgaben zur Auswahl, die den aktuellen Unterrichtsinhalt vorbereiten, wiederholen und festigen soll. Die Schüler und Schülerinnen erhalten einen Arbeitsplan mit allen möglichen Aufgaben und entscheiden selbstständig, ggf. mit Anleitung bzw., Hilfestellung der Lehrkraft, welche Aufgaben sie bearbeiten. Wichtig ist hierbei, dass es Möglichkeiten zur Selbstkontrolle gibt. Ziel ist es, dass die Vorgaben im Arbeitsplan mit zunehmendem Alter der Schüler und Schülerinnen abnehmen und sie in Klasse 10 zu einem selbstständigen Anfertigen von Arbeitsplänen befähigt sind und sie diese selbstständig umsetzen. Dahingehend erfolgt zunehmend mit der Klassenstufe auch eine Öffnung der Räume und eine schrittweise Reduzierung der Kontrolle durch die Lehrkraft. 

Angedacht ist, auch aufgrund des Wunsches der Schülerschaft, eine Öffnung der Stunde+ als individuelle Lernzeit, in der Hausaufgaben für das entsprechende Fach erledigt werden können. 

 

Digitalisierung

Digitalisierung stellt an der Schule am Schloss Potsdam einen unverzichtbaren Teil der ganzheitlichen Bildung dar. Deshalb gibt es an der Schule auch das Konzept von Bring-your-own-device. Für den Unterricht stehen Laptops sowie IPads zur Verfügung, sodass die Medienbildung in jeder Wissenschaft fachspezifisch gefördert werden kann.  Zur Grundausstattung eines jeden Klassenraums gehört ein Smartboard. Das Spektrum des Wahlpflichtangebots umfasst in der Schule am Schloss Potsdam auch das Wahlpflichtfach “Informatik”.  

Abhängig von den unterschiedlichen Kompetenzen und Fähigkeiten der einzelnen Schüler, werde in sämtlichen Fächern, digitale Medien individuell fördernd und fordernd in einem konstruktiven Rahmen eingesetzt. 

Diversity

Der Unterricht sowie das pädagogische Miteinander in der Schule am Schloss Potsdam wird geschlechterbewusst sowie geschlechtergerecht gestaltet. Bei der Gestaltung der Klassenlehrerteams wird darauf geachtet, dass jeweils eine männliche und eine weibliche Lehrkraft dieses Team bilden, um gleichermaßen adäquate Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen. Des Weiteren wird in den verschiedenen Unterrichtsfächern darauf geachtet, dass genderrelevante Themen der Gesellschaft eine Verankerung finden. Des Weiteren werden im Rahmen des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts die Mädchen explizit gefördert und animiert, um letztendlich auch mehr weiblichen Nachwuchs für die sogenannten MINT-Berufe zu akquirieren. Dahingehend wird auch darauf Wert gelegt, dass im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung die Attraktivität der MINT-Berufe für den weiblichen Nachwuchs deutlich wird. Auch im Wahlpflichtbereich wird auf ein breites Spektrum des Angebots geachtet, so dass unterschiedliche Begabungen der Geschlechter gezielt angewählt werden können. Im Rahmen des Ganztags werden verschiedenste Angebote gemacht, die differenzierte jungen- als auch mädchenpädagogische Ansätze bieten, um geschlechterspezifischen Vorlieben zu genügen. Sowohl im Wahlpflichtbereich als auch im Bereich des Ganztags ist es den Lehrkräften der Schule am Schloss wichtig, klassische Rollenbilder aufzubrechen und das jeweils andere Geschlecht für sogenannte ‘geschlechteruntypische’ Interessenfelder zu begeistern.  

 

 

Berufs- und Studienorientierung

Die Berufs- und Studienorientierung ist gerade an einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe von zentraler Bedeutung, und findet sich somit auch ganz klar in der Struktur der Schule am Schloss wieder. Bereits in Klasse 7 wird damit begonnen, die Zukunft nach dem Schulbesuch zu planen und die vielfältigen Möglichkeiten in unserer pluralistischen Gesellschaft kennenzulernen und auch praktisch zu entdecken. 

Alle Siebtklässler der Schule am Schloss nehmen an der Potenzialanalyse teil. Dabei erfolgt eine Stärkenanalyse durch einen externen Träger, der diese dann, auf Wunsch auch mit den Eltern und Erziehungsberechtigten, mit jedem einzelnen Schüler bespricht und die Schülerinnen und Schüler so einen ersten Schritt in Richtung Berufsleben gehen. Des Weiteren ist in allen Jahrgängen der Sekundarstufe I  die Teilnahme am landesweit stattfindenden  Zukunftstag verpflichtend, bei welchem die Schüler für einen Tag das erste Mal Erfahrungen im betrieblichen Umfeld sammeln. Um die durch die Gesellschaft als “untypisch” angesehenen Berufe in der MINT-Branche zu fördern, wird jährlich am Zukunftstag eine Teilnahme  der weiblichen Schülerschaft am ‘Girl’s Day’ unterstützt. 

In der Jahrgangsstufe 8 nehmen alle Schüler und Schülerinnen am Praxislernen teil, welches durch die Schule am Schloss Potsdam organisiert wird. Das Praxislernen erlaubt den Schülern einen von Experten aus unterschiedlichen Gewerken (Industrie-, Handwerks-, Handels- oder Versorgungsbetrieb) durchgeführten Einblick an einem außerschulischen Lernort. Grundlegend soll Orientierungs- und Handlungsfähigkeit im Bereich der Berufswahlorientierung ermöglicht werden, um das berufliche Selbstkonzept zu entwickeln. 

Die Grundlage der Dokumentation der Berufs- und Studienorientierung bildet der Berufswahlpass, der umfassend im WAT-Unterricht der Klassenstufe 8 eingeführt und regelmäßig über die folgenden Klassenstufen genutzt und ergänzt wird, so dass den Schülern und Schülerinnen mit der Beendigung ihrer Schullaufbahn an der Schule am Schloss Potsdam ein umfassendes sowie hilfreiches Dokument zum erfolgreichen Start ins Berufsleben zur Verfügung steht. 

In der Klassenstufe 9 absolvieren alle Lernende ein mehrwöchiges Berufspraktikum in einem Betrieb ihrer Wahl. Das Praktikum wird eng durch die Schule begleitet, sei es in Vorbereitung, Begleitung im Prozess sowie Evaluierung. Ein Baustein hierbei bildet der Themenkomplex “Bewerbung”, welcher in verschiedenen Fächern facettenreich bearbeitet wird. Perspektivisch soll dies durch ein Bewerbertraining bei einem externen Anbieter unter realistischen Bedingungen ergänzt werden. Ein Angebot von Expertenvorträge verschiedenster Berufsgruppen, verstärkt auch Vertreter aus den MINT-Berufen, die die Möglichkeiten und Anforderungen in ihrem Berufsfeld vorstellen, wird geschaffen.  Besuche bei dem Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur runden die Berufs- und Studienorientierung ab. 

In der Sekundarstufe II sind eine verpflichtende Exkursion zur Messe “Einstieg” in Berlin sowie Besuche von Schnuppervorlesungen an der Uni Potsdam und FH Potsdam angedacht.

 

Formen der Zusammenarbeit und Kommunikation

Heutzutage ist es mehr denn je wichtig, die verschiedenen Personengruppen, die an der Bildung und Erziehung beteiligt sind, zu vernetzen und so die Möglichkeit eines regen, regelmäßigen Austauschs zu schaffen. Neben den vom Brandenburgischen Schulgesetz vorgeschriebenen Gremien und den damit verbundenen Rechten und Pflichten, sind die Schüler und Schülerinnen, Eltern und Erziehungsberechtigte, aber natürlich auch die Lehrerinnen und Lehrer demokratisch an der Gestaltung und Fortentwicklung der Schule am Schloss Potsdam beteiligt, denn nur durch die Ideenvielfalt kann eine stetige Weiterentwicklung im Sinne einer pluralistischen Gesellschaft verwirklicht werden. 

Dabei wird an der Schule am Schloss Potsdam eine weitestgehend digitale Kommunikation innerhalb der verschiedenen Personengruppen implementiert und ein Ausbau kontinuierlich vorangetrieben. Gerade die Kommunikation zwischen Eltern und Erziehungsberechtigten und den Lehrkräften der Schule soll im ersten Schritt digital u.a. über E-Mail erfolgen. Eine schnelle, effektive und einfache Kommunikation mit den Lehrkräften sowie der Schulleitung ist den Eltern über eine E-Mail-Adresse möglich, welche jedem Lehrer zur Verfügung seitens der Schule am Schloss Potsdam gestellt wird. Auch die einzelnen gewählten Gremien der Schule am Schloss Potsdam  verfügen über eine derartige E-Mail-Adresse. Die Effizienz der Zusammenarbeit unter den Lehrkräften wird durch eine gemeinsame Cloud gewährleistet, wo jederzeit von jedem Ort eine gemeinschaftliche Arbeit an schulinternen Dokumenten möglich ist, aber auch jederzeit erarbeitete Konzepte, Beschlüsse etc. eingesehen werden können und somit höchstmögliche Transparenz geschaffen wird. 

Neben der permanenten Möglichkeit der digitalen Kommunikation zwischen Eltern bzw. Erziehungsberechtigten und den Fachlehrern bzw. Klassenlehrern, finden halbjährlich feste Elternsprechtage statt. Zu den Terminen können sich die Eltern digital auf der Homepage der Schule am Schloss Potsdam eintragen. 

Neben einer Schulhomepage, die Informationen über alle wichtigen Aspekte der Schule am Schloss Potsdam enthält, verfügt die Schule am Schloss über einen Facebook- sowie Instagram-Account, die gerade auch den als moderne Informationswege zur Verfügung stehen, die aber auch aktiv von Schülern für Schüler gestaltet werden sollen. Darüber hinaus wird auch der Stundenplan der Schule über eine App den Schülern sowie den Eltern und Erziehungsberechtigten zur Verfügung gestellt. 

 

Kooperationspartner

Das Angebot des gebunden Ganztages der Schule am Schloss soll die Interessenlage der

Schüler widerspiegeln, wobei eine Vielseitigkeit des Angebots gewährleistet wird, welches in einem pädagogisch und konzeptionell sinnvollen Rahmen eingebettet ist. Die Angebote des gebundenen Ganztages sollen den Fachunterricht sinnvoll ergänzen und je nach Interessenlage des Schülers ausgewählt werden. Somit wird perspektivisch ein Angebot zur Förderung, Leistungssteigerung und Motivation etabliert, welches sich in verschiedenen Bereichen zeigen kann: Sportlich, künstlerisch-musisch, kreativ oder naturwissenschaftlich. Die Lehrer der Schule am Schloss Potsdam werden einen Teil dieses Angebots durchführen, was ein großer Zugewinn für die Schüler-Lehrer-Beziehung ist, da man sich anders in einem außerschulischen Rahmen begegnen kann. Die angestrebten Schulpartnerschaften ermöglichen einen konstruktiven Kontakt mit Beteiligten der Stadtteile sowie des öffentlichen und gesellschaftlichen Lebens. Die Angebote sind somit dynamisch und verändern sich durch die Berücksichtigung der Interessenlage der Schüler.

 

Organisation- und Personalentwicklung

Auch an der Schule am Schloss Potsdam spielt die Entwicklung einer effizienten Organisationsstruktur sowie die Personalentwicklung eine entscheidende Rolle.

Neben den Personen in der Schulleitung stellt das Prinzip der Jahrgangsleitung ein tragendes Fundament zur Organisation des schulischen Alltags dar. Während die Schulleitung den ihnen per Schulgesetz zugewiesenen Aufgaben nachgeht, sind die einzelnen Jahrgangsleiter für die Organisation sowie Durchführung aller jahrgangsumfassenden Termine zuständig. Die Jahrgangsleiter stehen im engen Kontakt zu den Klassenlehrerteams und stellen somit ein Bindeglied zur Schulleitung dar. Sie übernehmen dabei auch eigenverantwortlich die Leitung von Konferenzen und tragen mit ihren Visionen zur Entwicklung der Schule maßgebend bei. Mittelfristig wird die Implementierung eines Mittelstufenkoordinators angestrebt. Dieser ist den Jahrgangsleitungen vorgeschaltet und dessen Aufgabenspektrum in der Teil-Strukturierung und Organisation der Klassenstufen sieben bis zehn liegt. Somit findet in einer derartig schnell wachsenden Schule eine Entlastung der stellvertretenden Schulleitung der Schule am Schloss Potsdam statt, deren Hauptaugenmerk auf der übergeordneten Organisation und Verwaltung sowohl der Sek I als auch der Sek II  liegt. Die Schulstruktur der Schule am Schloss wird durch die Lernbereichskonferenzen ergänzt. Aufgrund der gegenwärtigen Größe der Schule haben sich Fachkonferenzen verwandter Wissenschaftsfelder zusammengeschlossen. Diese entscheiden über alle Fach relevanten Inhalte wie die schulinternen Curricula, die einheitlichen Richtlinien der Leistungsbewertung und sie ermitteln die Bedarfe der einzelnen Fächer. Die kleinste Organisationsebene sind die Klassenlehrerteams, die alle Aufgaben eines Klassenlehrers gemeinsam wahrnehmen und das Bindeglied zur Elternschaft der entsprechenden Klasse sind. 

In der Schule am Schloss Potsdam wurden folgende laut Brandenburger Schulgesetz §82, §84, §85 und §90 vorgeschriebenen Gremien gebildet: Schulkonferenz, Elternkonferenz, Schülerkonferenz sowie Lehrerkonferenz. 

Die Schule am Schloss Potsdam  gründete zudem einen Förderverein. 

Die Personalentwicklung wird durch die Schulleitung, im Rahmen ihrer Möglichkeiten,  gesteuert. In regelmäßigen Abständen werden Fortbildungsbedarfe innerhalb des Kollegiums erfragt und jedem Kollegen wird im Rahmen der schulorganisatorischen Möglichkeiten die Option zur Fortbildung eingeräumt. Des Weiteren unterstützt die Schulleitung der Schule am Schloss Potsdam jederzeit Fortbildungen hinsichtlich persönlicher spezieller Interessensgebiete, sofern diese für die Weiterentwicklung der Schule am Schloss zuträglich sind. Die Schule am Schloss hat hierbei ein Multiplikatorensystem entwickelt. In regelmäßigen Abständen stellen Kollegen in den Dienstberatungen die Inhalte von belegten Fort- und Weiterbildungen dem gesamten Kollegium vor, so dass dies ein Mehrwert für alle Lehrkräfte bietet. Des Weiteren existieren ein analoger und digitaler Ordner, in welchem die Fortbildungsinhalte niedergeschrieben und mögliche Materialien zu finden sind. Somit ist dies jeder Lehrkraft zu jeder Zeit zugänglich. Der Vorteil daran ist, dass so eine Vielfältigkeit an Fortbildungen gewährleistet werden kann. Daneben findet verpflichtend für alle Lehrkräfte der Schule am Schloss halbjährlich ein schulinterner Fortbildungstag statt. Thematisch richtet sich dieser dabei an aktuellen, schulorganisatorischen Belangen aus. Der Aspekt der Gewaltprävention stellt einen Schwerpunkt des Leitbildes der Schule am Schloss dar. Daraus ableitend verpflichtet sich jede unterrichtende Lehrkraft der Schule am Schloss zur Fortbildung im systemischen Aggressionsmanagement (SAM). SAM bildet eine tragende Säule des Konzepts der Gewaltprävention.  

Die Sicherung von Schulentwicklung sowie Schulqualität erfordert zum einen Professionalisierung aller am Schulleben Beteiligten, aber auch die Öffnung für Impulse von Außen. 

Daraus leitet die Schule am Schloss Potsdam für sich einen hohen Anspruch bei der Ausbildung neuer Lehrkräfte ab. Eine konstruktive und zielorientierte Betreuung von Lehramtskandidaten, Studenten im Praxissemester sowie Praktikanten anderer Organisationen (bspw. FSL) ist diesem inhärent. Auch externe Bildungsangebot, die auf verschiedenen Ebenen den Horizont erweitern, tragen so zu einer stetigen Weiterentwicklung der Schule am Schloss bei.

Innerhalb der Schule erfolgt die stetige Professionalisierung der Lehrkräfte, neben den Fortbildungsangeboten, durch kollegiale Hospitation. 

Jede Lehrkraft sucht sich hierbei frei einen Tandempartner im Kollegium und sie hospitieren sich gegenseitig hinsichtlich selbstgewählter Beobachtungsschwerpunkte und besprechen dies gemeinsam im geschützten Raum. So kann eine stete Unterrichtsqualität gewährleistet werden. 

Da auch das Schulleben in großem Maße auch von der Zufriedenheit der Mitarbeiter abhängt, führt die Schulleitung jährlich mit jeder Lehrkraft der Schule am Schloss ein vertrauliches Personalgespräch. Als Grundlage dient dabei eine vorherige  standardisierte schriftliche Abfrage der Einsatzwünsche und persönlichen Ziele der Lehrkräfte. 

Weiter soll die Rettungsfähigkeit der Lehrkräfte jährlich aufgefrischt werden. Dies geschieht durch eine innerschulische  Erste-Hilfe-Lehrgang, welcher für alle Lehrkräfte, das pädagogische Personal sowie das sonstige Personal durch externe Dienstleister durchgeführt wird. 

 

Evaluation 

Das Schulprogramm ist ein dynamischer Bestandteil einer jeden Schule und wird daher jährlich evaluiert und der veränderten Situation angepasst. Dafür wurde eine entsprechende Steuergruppe implementiert.  Allen Lehrkräften der Schule am Schloss Potsdam, den Eltern sowie Schülern wird demokratisch die Möglichkeit gegeben, sich an der Entwicklung des Schulprogramms zu beteiligen und Schwerpunkte zu setzen und neue Ideen einfließen zu lassen.

Schulprogramm

Kontakt
Schule am Schloss Potsdam 
Esplanade 5
14469 Potsdam

Tel.: 0331 289 6250

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