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Schule am Schloss Potsdam 
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© 2018 Landeshauptstadt Potsdam Fachbereich 21 Bildung und Sport

Fachbereich geschichte

Johann Paul Friedrich Richter, ein deutscher Pädagoge und Dichter formulierte, dass “der schönste, reichste, beste und wahrste Roman”, den er je gelesen hätte, die Geschichte sei. Charles Maurice de Talleyrand, ein französischer Staatsmann, Bischof und Außenminister befand hingegen, dass “die Geschichtsschreibung die Unfallchronik der Menschheit” sei.

So unterschiedlich die beiden Ansichten sind, so  sind auch die Quellen, auf welche diese Gesellschaftswissenschaft zurückgreift. Die verschiedenen Quellen, Sichtweisen, Zeitzeugen und Beurteilungen von historischen Ereignissen helfen uns heute, unsere eigene Vergangenheit zu verstehen. Verstehen, weshalb verschiedene Ereignisse eingetreten sind, welche Folgen diese für  die damalige Gesellschaft und Weltordnung hatten und welche Lehren man für die heutige Zeit, aber auch die Zukunft daraus ziehen kann.

Auch wenn uns gewisse historische Geschehnisse und das Handeln der beteiligten Akteure heute völlig fremd erscheinen und fern unseres heutigen Wertesystems sowie unserer Normen liegen, so ist es wichtig, zu versuchen, sich in vorangegangene Zeitalter zu versetzen und auch eine Erinnerungskultur für zukünftige Generationen gegen das Vergessen zu schaffen, denn die Fußstapfen der Geschichte aller Epochen begegnen uns an jeder Ecke.

Nur die Auseinandersetzung mit Geschichte führt dazu, dass wir die politischen Institutionen, weltpolitischen Ereignisse, wirtschaftlichen Aspekte und gesellschaftlichen Strukturen der Gegenwart verstehen und daraus Handlungsoptionen für die Gegenwart ableiten können. Einher geht damit, dass man  schätzen lernt, welch langen, zum Teil Hindernis reichen Weg einige große Errungenschaften, die wir heute als selbstverständlich erachten, hatten.

 

Themenfelder und Inhalte

Die einzelnen Themen und die dazugehörigen Inhalte setzen sich in den Doppeljahrgängen 7/8 und 9/10 aus jeweils zwei Basismodulen, zwei Modulen im gesellschaftswissenschaftlichen Verband und mindestens zwei Wahlmodulen zusammen.

 

Die Basismodule verfolgen dabei ein chronologisches Vorgehen. Bei den anderen Modulen erfolgt die Kompetenzbildung über Längsschnitte, Querschnitte, Fallbeispiele sowie Vergleiche.

 

Basismodul: Epochenüberblick - Orientierung in der Zeit

Hierbei verschaffen sich die Schüler und Schülerinnen einen Überblick über fast 1000 Jahre Menschheitsgeschichte, beginnend im Mittelalter, über die frühe Neuzeit und das Zeitalter der Revolutionen. Die Veränderungen in der Gesellschaftsordnung, im Denken sowie die politischen Umbrüche stehen hierbei im Mittelpunkt.

 

Basismodul: Zeitalter der Revolutionen

Aufbauend auf den Kenntnissen aus dem Basismodul ‘Epochenüberblick - Orientierung in der Zeit’ werden hier exemplarisch eine politische Revolution und die industrielle Revolution unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet.

 

Modul im gesellschaftswissenschaftlichen Verbund: Armut und Reichtum

Auch in den anderen beiden Gesellschaftswissenschaften (Geografie und Politische Bildung) wird diese Thematik aufgegriffen. Ziel des Faches Geschichte ist es, Armut und Reichtum in verschiedenen Epochen zu vergleichen.

 

Modul im gesellschaftswissenschaftlichen Verbund: Migration

Auch das Thema Migration, also Wanderungen von Menschen, wird in allen drei Gesellschaftswissenschaften behandelt. Die Aufgabe des Faches Geschichte ist es, im Längsschnitt verschiedene Wanderungsbewegungen in den einzelnen Zeitaltern hinsichtlich deren Auslöser und Folgen, zu analysieren.

 

Wahlmodule: Juden, Christen und Muslime, Geschichte der Stadt am Beispiel von Brandenburg-Preußen, Schritte zur modernen Demokratie, Europäische Expansion und Kolonialismus, Weltbilder

Insgesamt müssen zwei der genannten Wahlmodule in der Klasse 7 und 8 bearbeitet werden. Die Entscheidung obliegt dabei dem Fachbereich. Diese Wahlmodule stehen unter einer individuell gewählten Fragestellung. Dahingehend werden dann in der Form der Längsschnitt-Arbeit verschiedenste Aspekte näher betrachtet.

 

Basismodul: Demokratie und Diktatur

Im Mittelpunkt der Betrachtung steht Deutschlands erste Demokratie, die Weimarer Republik. Diese war in ihrer relativ kurzen Existenz vielen strukturellen, gesellschaftlichen sowie innen- und außenpolitischen Herausforderungen ausgesetzt. An deren Ende schließt das Zeitalter der nationalsozialistischen Diktatur an, wobei die Vermittlung von Kenntnissen hinsichtlich ihrer politischen Struktur und des ideologischen Hintergrundes einen Schwerpunkt bildet. Des Weiteren steht der Holocaust und der Widerstand gegen die Nationalsozialisten im Mittelpunkt des unterrichtlichen Geschehens.

 

Basismodul: Der Kalte Krieg: Bipolare Welt und Deutschland nach 1945

Aufbauend auf dem Basismodul ‘Demokratie und Diktatur’ vertiefen die Schüler und Schülerinnen hierbei ihr Wissen über diese beiden unterschiedlichen politischen Systeme. Einerseits bildet dabei die deutsch-deutsche Vergangenheit einen Schwerpunkt im Unterricht, andererseits ist der weltumfassende historische Konflikt des Kalten Krieges zwischen den beiden Großmächten USA und UdSSR im Mittelpunkt der Betrachtung. Eine Brücke zur Gegenwart wird dabei über die kritische Beurteilung der Erinnerungskultur in Film, Fernsehen, Museen, Gedenkstätten etc. gebaut.

 

Modul im gesellschaftswissenschaftlichen Verbund: Konflikte und Konfliktlösungen

Dieses Modul ist fächerübergreifend für alle drei Gesellschaftswissenschaften vorgesehen. Im Fach Geschichte wird eine Fallanalyse eines Konflikts vorgenommen. Die Schüler setzen sich mit den historischen Wurzeln, den verschiedenen Akteuren sowie deren Zielen, dem Einsatz von politischen und militärischen Mitteln sowie Lösungsstrategien auseinander.

 

Modul im gesellschaftswissenschaftlichen Verbund: Europa in der Welt

Auch in diesem Modul ergänzen sich die Fächer Politische Bildung, Geografie und Geschichte in ihren Unterrichtsinhalten. Dem Fach Geschichte kommt hierbei die Aufgabe zu, eine weltpolitische Perspektive für den Begriff ‘Europa’ zu entwickeln. Ziel ist es, anhand eines Fallbeispiels die europäische, aber auch außereuropäische Kultur und Gesellschaft herauszuarbeiten.

 

Wahlmodule:  Das Jahr 1917, Die Welt nach dem Kalten Krieg 1989-1991, Völkermorde und Massengewalt, Geschlechteridentitäten, Deutschland und seine Nachbarn, Wirtschaft und Handel, Feindbilder

Insgesamt müssen zwei der genannten Wahlmodule in der Klasse 9 und 10 bearbeitet werden. Die Entscheidung obliegt dabei dem Fachbereich. Diese Wahlmodule stehen unter einer individuell gewählten Fragestellung. Dahingehend werden dann in der Form der Längsschnitt-Arbeit verschiedenste Aspekte näher betrachtet.

Übersicht

Sekundarstufe I

Jahrgang 7-10: Geschichte ist ein Pflichtfach. Es wird epochal unterrichtet.

Sekundarstufe II

Jahrgang 11 - 13: Geschichte muss auf grundlegendem oder erhöhtem Anforderungsniveau belegt werden. Eine Abiturprüfung ist sowohl mündlich als auch schriftlich möglich.

Sonstiges

Die Schüler und Schülerinnen können in der Sekundarstufe I an verschiedenen Wettbewerben teilnehmen.

Verschiedene Exkursionen bei einzelnen Unterrichtsinhalten werden durchgeführt.

Unterrichtende Lehrkräfte:

N.N.